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Pfiat di !



Informelle Verabschiedung von einer Person


Wortart: Wendung
Referenz: 1783
Erstellt von: Russi
Erstellt am: 30.08.2002
Bekanntheit: 84%  
Bewertungen: 58 1

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pfiat di
+2 

Kommentare (4)


Numeri 6,24
Der HERR segne dich und behüte dich!
JoDo 09.10.2006



Grüaß di Gott, grüaß di Gott,
Is a schens Wort,
Åber "pfiat di Gott, niemmer kimm",
des såg´ i hårt. (Aus St. Martin bei Villach)
source: Viktor Pogatschnigg und Emanuel Herrmann, "Deutsche Volks-Lieder aus Kärnten", Graz 1869,Nr. 776, S. 171

Oder, aufgezeichnet Im Ennstal:
Grüaß di Gott grüß di Gott
das hör i gern
aba beim Bfiat di Gott
da muaß i reahn

Wann s Bfiat-di-Gott-Nehma
a no so weh tuat
as Grüaß-di-Gott-Kemmen
machts alls wieda gut

Drum sing ma halt Grüaß enk Gott
ös liabn Leut
aber das Bfiat-enk-Gott
schenk ma uns heut.

Text : anonym aus dem Ennstal , Enns –
Musik: aus dem Ennstal ( V. Zack )
in Alpenrose (1924)
source: Volksliederarchiv
Eine anderes Fassung:
Jå, jå, des Griaß-di-Gott,
des hear i gearn,
åber beim Pfiat-di-Gott
muaß i glei rearn.

Koschutnig 22.05.2010


Joachim Ringelnatz (ein Sachse!):
Ob ich will, ob nicht, ich muss
Nach den bildgeschmückten Wänden
In den Simplicissimus.
Schwelg ich dann bei Knödelsuppe
Hier im Simplicissimus,
Ist die ganze Welt mir schnuppe,
Bis die Polizei ruft: "Schluss!"
Scheid´ ich erst von diesem Globus,
Sei mein letzter Abschiedsgruß:
"Pfüat de Gott, mein´ Kathi Kobus!
Heil dir, Simplicissimus!"
source: Frank Möbus (Hg.), "Ringelnatz!", Göttingen 2000, S. 53
Anm.: Simplicissimus war eine Münchner Künstlerkneipe mit Kabarett, dann eine satirische Zeitschrift.
Dass Bairisch für R. eine Fremdsprache war, merkt man ("mein´ Kathi")!
Koschutnig 22.05.2010


In der Schweiz, Südtirol, Österreich
und in Altbayern gibt es die Gruß-Formel „bhüeti!“ oder „bhüeti Gott!“ („behüte dich Gott!“), in Österreich, Südtirol und Altbayern "pfüet di!", "pfiat di!" oder "pfiat di Gott!" ausgesprochen. Parallel dazu auch „pfiat ina (Got)!“ („behüte Sie Gott!“), und „pfiat eich (Got)!“ bzw. „pfiat enk (Got)!“ („behüte euch Gott!“)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gru%C3%9F
JoDo 16.09.2014



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.