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Goderl

das, -s, -n

Leichtes Doppelkinn


Wortart: Substantiv
Erstellt von: Russi
Erstellt am: 22.11.2004
Bekanntheit: 84%  
Bewertungen: 52 1

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

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Kommentare (5)


Redewendung:
...s´ Goderl grådsn... - schmeicheln
JoDo 21.10.2006


@ Klaser: Passt
dein entweder - oder nicht eher zum "Göderl (= Schweinskinn)" - wo sich's doch tatsächlich ums Essen dreht ("Sehr fett, aber wohlschmeckend")?
Göderl
Koschutnig 14.03.2012


Der böhmische Philosoph und das Goderl:
Aus einer "philosophischen Naturgeschichte des Menschen": ... ein Gebilde ... , das eigentlich nicht mehr so recht zum Gesichte gehört, ihm aber oft ein charakteristisches Aussehen gibt. Zwischen den Unterkieferästen ist eine Muskellage ausgespannt. Bei den Tieren ist wegen der Länge der Kiefer diese Muskellage so wie die Wangen knapp. Durch das Zurücktreten der Kiefer ist beim Menschen diese Muskellage bauschig geworden wie seine Wangen. Man nennt diese Muskellage beim Menschen gewöhnlich das Goderl. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus ist das Goderl nichts anderes als die Wange des Unterkiefers. Zwischen dem Kinn und dem Goderl zieht eine mehr oder weniger tiefe Furche, die man die Kinnfurche nennen kann. Was die Entstehung anbelangt, ist die Kinnfurche ein Analogon zur Schnauzfurche. Man kann jeden Menschen beim Goderl halten, wie man ihn in die Wange kneifen kann, beim Tier kann man das nicht.




Wenzel Žižka: Vom Tier zum Menschen. Eine philosophische Naturgeschichte des Menschen, Aussig 1930, S.172
- http://tinyurl.com/7wp4pps
Koschutnig 14.03.2012


Auf die Bewertungs-Kommentare..
aus Döbling und Krems beziehe ich mich mit dem Hinweis auf das angeblich steirische, jedenfalls derbe "Entweder-oder, Orsch oder Goder".
klaser 14.03.2012



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