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Pumpernella



warme weibliche Unterhose


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 16.12.2021
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 20%  
Bewertungen: 1 0

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Kommentare (4)



Für gewöhnlich trug die Dame ein Trikothemderl, mit oder ohne eingearbeitetem Brustteil, mit Spagettiträgern oder angeschnittenen Trägern. Und dazu einen sogenannten „Liebestöter“, auch „Pumpernella“ genannt. Weiß noch jemand, was ich meine? Ein ganz braves Trikot-Hoserl bis zur Taille und mit angeschnittenen Beinen, jawohl! So etwas tragen jetzt nicht einmal mehr die kleinen Mädchen!
source: Menschen schreiben Geschichte.at. "Eine ‚Dame’ von Kopf bis Fuß“



Aus einem Blog von Luise Pimpernell:
warum ich immer lange Röcke und weite Westen trage:
In Jeans komme ich mit meiner Unterwäsche nicht hinein!
Im übrigen heißen diese Unaussprechlichen bei uns Pumpernella. Ein Schelm, der Zusammhänge zu erkennen glaubt
source: Luise Pimpernell, 5.2.2018

Koschutnig 16.12.2021


Einst am Sonntag:
Meine Mutter mit Büstenhalter und Strumpfbandgürtel, verstärkt mit Fischbeinstäben für die strenge Fasson. Darüber das Unterkleid, die „Kombinesch“; wenn’s kühler war, noch ein Unterleibchen, das sogenannte Perlleibchen..
Dann natürlich noch die Unterhose, im Winter innen aufgeraut („a warme Pumpernella“), im Sommer etwas dünner.
source: Menschen schreiben Geschichte.at, „Spuren der Kindheit“ von Herta Blum

Jetzt in einem „Österreich-Krimi“:
Die Frage war nur: Trug Hanni trotzdem Dessous, die so ziemlich das absolute Gegenteil einer Feinripp-Pumpernella darstellten – oder gerade deswegen?
source: Rainer Nikowitz, „Altenteil“. Österreich-Krimi, Rowohlt 2017

Siljara 19.12.2021


Die Unterhosen nannten wir Pumpernella oder auch abgekürzt „Pumpinger“. Sie war eine dicke, warme Flanellhose. Die Beinchen reichten bis knapp über das Knie. An den Beinenden war ein Gummi eingezogen.
Meine erste Chefin kontrollierte von Zeit zu Zeit ganz spontan, ob ich warm angezogen sei. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, da war ihre Hand auch schon unter meinem Rock und griff, ob ich eine Pumpinger anhatte.
source: „Die Zeit im Kinderheim“ von Erika Held

Pernhard 02.01.2022


Obwohl sich die Pumpernella als Reimwort geradezu aufdrängt, wurde sie von Henk Freytag in seinem Song “Da kann man halt nichts machen“ nicht dazu eingesetzt:
Am Monatsersten frisst di an und gehst halt einmal saufen
Am Fünften musst für deine Frau a Pumpernella kaufen
Am Zehnten zahlst die Miete, da hast a Mahnung kriegt
Und hoffst, dass von da Mutta noch a Scheinerl rüberfliegt
source: ViennaCC

Pernhard 09.01.2022



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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch viele regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.