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Dechant


[ Déchant, Téchat ]

(Sprengel) Pfarrer


Wortart: Substantiv
Erstellt von: poemsszoncsocom
Erstellt am: 20.06.2008
Bekanntheit: 93%  
Bewertungen: 3 1

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Kommentare (8)


Siehe Wiki...
Der Dekan, lokal auch Dechant (von lat. decem, zehn) ist in der römisch-katholischen Kirche der Vorsteher einer Gruppe von Priestern. Das allgemeine katholische Kirchenrecht nennt:

1. in can. 352 den Dekan des Kardinalskollegiums. (vgl. dazu Kardinaldekan)
2. in can. 553 den Dekan als Vorsteher der Priesterschaft mehrerer Pfarreien. Sein Amtsbezirk heißt Dekanat.

Darüber hinaus gibt es im Partikularrecht vieler Diözesen insbesondere im deutschsprachigen Raum noch:

3. den Domdekan, als Vorsteher eines Dom-, oftmals auch eines Kollegiatstifts. (vgl. dazu Domdekan)

Auch in der Anglikanischen Kirche und in manchen evangelischen Landeskirchen gibt es die Amtsbezeichnung Dekan. Die evangelischen Dekane erfüllen im Wesentlichen die gleichen Aufgaben wie die Superintendenten in den anderen Landeskirchen. Meines E. ist es kein österreichisches Wort! Meli
Meli 20.06.2008


@meli:
Wie Du richtig zitierst, schreibt die Wikipedia: "lokal auch Dechant".
Das wäre jetzt interessant, auf welchen Raum sich das "lokal" begrenzen ließe ...
Also vielleicht doch ein bissserl österreichisch ? ...
JoDo 21.06.2008


Dechant:
Ein Dechant ist ein Priester, der von den Pfarren eines Dekanates - das ist eine Ordnungseinheit innerhalb der Diözese - zum Verantwortlichen gewählt wird. Seine Aufgaben liegen im Verwaltungsbereich seines Dekanates.
http://stephanscom.at/edw/hierarchie/dechant
JoDo 21.06.2008


@JoDo ..Dechanten gibt es überall in der weltweiten Kirche..
Beispiele aus D:

Dechanten von Hamburg: Ansgar Thim Georg von Oppenkowski Heinrich Schröder Siegfried Albrecht .... Dechant Peter Wohs, Hamburg, Vertreter des Priesterrates ...

Ulrich Karsten Peter Schwientek Dechanten von Schleswig-Holstein Heinrich Hülsmann Manfred Gehrmann (stellv. Dechant Flensburg) Albert Sprock Leo Sunderdiek ...

Der Dechant oder Dekan leitet ein Dekanat (griech. deka = zehn). ...
www.kathweb.de/cgi-bin/port/jump.cgi?Detailed=47

Ein kleiner Ausschnitt über Dechanten in DE aus dem norddeutschen Bereich. Ist mein Einwand als „österreichuntypisch“ nicht doch ein bisserl berechtigt ? Lg Meli
Meli 21.06.2008


Der kleine Strich
auf dem -é- der "Aussprache" in der Eintragung macht das Wort österreichisch.DUDEN: "auch, vor allem ö s te r r., mit Betonung auf der ERSTEN Silbe.(Duden gibt die Betonung durch Punkt u n t e r dem Selbstlaut an.) Die Aussprache in Österreich ist kurios, weil in Österreich ja sonst wie überall die Silbe -ant betont wird (vgl. Fabrikánt, Simulánt, Maturánt, Nebochánt...)
Koschutnig 21.06.2008


Wer den
Nationalpark Donau-Auen auf Wiener Seite betreten will tut dies am besten über das
• nationalparkhaus wien-lobAU: Nationalparkeingang Dechantweg, Adresse: 1220 Wien, Dechantweg 8
Erreichbarkeit: Autobuslinien 91A (Haltestelle Roter Hiasl), 92A und 93A (Haltestelle Naufahrtbrücke, Fußweg zirka zehn Minuten)
und erreicht nach kurzem Fußweg die ausgesprochen idyllische Dechantlacke.
JoDo 21.06.2008


Duden
Dechant ist althochdeutsch und typisch österreichisch sogar
laut Duden. Bei uns heißt der (längergediente) Pfarrer eben
Dechant (Aussprache auch Techat). Alle anderen Bezeichnungen
sind mir bekannt, treffen aber nicht mein Wort "Dechant", für den ich jahrelang ministriert habe.
poemsszoncsocom 23.06.2008


Das typisch österreichische ist offenbar die Betonung ...
"Dechạnt, österr. Dẹchant, der; -en, -en 〈lat.〉 Rel. kath. höherer Geistlicher, dem die Dienstaufsicht über einen Bezirk obliegt"
http://www.dwds.de/?woerterbuch=1&corpus=1&kompakt=1&sh=1&qu=Dechant
P.S. @poemsszoncsocom: Meine Großmutter hieß Dechet (Aussprache: Techat) und musste sich gelegentlich mit dem Vorwurf herumschlagen, dass das eine Verhöhnung des Geistlichen wäre ...
JoDo 23.06.2008



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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch einige regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.