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Krida

die,

krimineller Tatbestand, Konkursvergehen


Wortart: Substantiv
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: ernie
Erstellt am: 13.09.2007
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 0

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Kommentare (2)


Ich kann mich da jetzt sehr irren ...
aber bedeutet Krida nicht einfach wertfrei 'Konkurs', während der kriminelle Tatbestand entweder die fahrlässige oder - noch schlimmer - die betrügerische Krida ist? Kein Zweifel, dass 'Krida' hier unbedingt herein gehört. Siehe auch Gwölb Gewölbe (Gwölb)
Brezi 15.09.2007


Im Rechtswesen: A: Krida = D: Bankrott

Das österreichische Recht hat bis 2000 unterschieden zwischen den Strafbeständen „Betrügerische Krida“ § 156 StGB , http://tinyurl.com/mpdwrf4und
Fahrlässige Krida“ § 159 StGB.

Letzteren Strafbestand gibt es nun nicht mehr, der § 159 lautet nunmehr „Grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen“:
- (1) Wer grob fahrlässig seine Zahlungsunfähigkeit dadurch herbeiführt, dass er kridaträchtig handelt (Abs. 5), ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.
- (2) Ebenso ist zu bestrafen, wer in Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis seiner Zahlungsunfähigkeit grob fahrlässig die Befriedigung wenigstens eines seiner Gläubiger dadurch vereitelt oder schmälert, dass er nach Abs. 5 kridaträchtig handelt. ...
http://tinyurl.com/lssoa4n

Im deutschen Recht befassen sich mit diesen Insolvenzdelikten § 283 „Bankrott“ und 283a „Besonders schwerer Fall des Bankrotts“,
die Fahrlässigkeit wird in § 283 (4) StGB behandelt:
Wer in den Fällen
- 1. des Absatzes 1 die Überschuldung oder die drohende oder eingetretene Zahlungsunfähigkeit fahrlässig nicht kennt oder
- 2. des Absatzes 2 die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit leichtfertig verursacht,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. http://tinyurl.com/lssoa4n "Krida" o.Ä, wird nicht erwähnt
Koschutnig 08.08.2014



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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch einige regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.